Das Bistro wird manchmal mit der Brasserie verwechselt, doch es gibt wichtige Unterschiede. Eine Brasserie besucht man, wenn man Lust auf einen großen Raum hat, ein Lokal, das den ganzen Tag geöffnet ist und in dem man jederzeit einen Platz bekommt, eine große Auswahl schätzt und Lust auf Brasserie-Klassiker wie Schnecken, Austern oder Steak Tatar hat.
Das Bistro hingegen ist die richtige Adresse, wenn man in intimer Atmosphäre an kleinen Tischen speisen möchte, vielleicht sogar in einer dunklen, gemütlichen Ecke. Hier findet man klassische französische Gerichte, viel langsam geschmortes (Innereien-)Fleisch und einen Fokus auf Tradition und regionale Produkte. Oft kann man nicht den ganzen Tag dort einkehren, da es eine Service-Coupé gibt: zwei Schichten mit einer Pause dazwischen.
In einem guten Bistro fühlt man sich wie in einem Wohnzimmer, in dem man mit Freunden stundenlang zu Mittag oder zu Abend essen kann. Die ersten Bistros gingen aus Weinhandlungen hervor, die Migranten aus der Auvergne ab den 1870er-Jahren eröffneten. So entwickelten sich diese ursprünglichen Bistros zu Lokalen, in denen man gemütlich plaudern konnte – mit einer unkomplizierten und gastfreundlichen Atmosphäre.